Verletzungen vermeiden: Aufwärmen beim Schlagzeugspiel

IMG-20150829-WA0001

Ziel des Aufwärmens beim Schlagzeugspiel ist es, einen optimalen Vorbereitungszustand für die Übungseinheit herzustellen. Zudem soll ein Aufwärmprogramm zur Verletzungsprophylaxe beitragen. Wir unterscheiden ein allgemeines Aufwärmtraining von einem speziellen Aufwärmtraining. Durch das allgemeine Aufwärmtraining erhöht sich die Körperkern- und Muskeltemperatur des Drummers. Übungen können z.B. Lockerungsbewegungen sein. Die Übungen haben im Gegensatz zum spezifischen Aufwärmen keinen direkten Bezug zum Schlagzeugspiel, bzw. sind nicht zielbewegungsspezifisch.
Das spezielle Aufwärmen ist dagegen zielspezifischer und ähnelt der Schlagzeugbewegung bzw. gleicht ihr. Das spezielle Aufwärmen sollte daher am Set erfolgen. Vorteil ist, dass die Muskeln erwärmt werden, die Ihr beim Schlagzeugspiel benötigt.

Dem speziellen Aufwärmtraining kommt aus physiologischer Sicht aus folgenden Gründen eine besondere Bedeutung zu:
„Nur spezielles Aufwärmen kann die für eine feinmotorische Leistung notwendige optimale Durchblutungsgröße verwirklichen. Vor allem bei präzisionsorientierten Steuerungsvorgängen, […] spielt eine optimale Arbeitstemperatur der Finger für die sensorische bzw. koordinative Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle.“ (Weineck, Optimales Training, 2009, S. 944)

Die Dauer des Aufwärmens ist altersabhängig. Junge Menschen benötigen in der Regel weniger Aufwärmzeit als ältere.

Die Aufwärmdauer beim Schlagzeugspielen ist individuell. Es gibt Langsamstarter und Schnellstarter. Jeder Schlagzeuger sollte seinen Weg finden. Die Erfahrung und das Körpergefühl des jeweiligen Schlagzeugers sind dabei von erheblicher Bedeutung. Jeder sollte ein Gefühl dafür entwickeln, wann der Zeitpunkt für eine optimale Erwärmung erreicht wird. Daher ist, aus Sicht der Verletzungsprophylaxe, ein alleiniges Aufwärmen dem Aufwärmen in der Gruppe zu bevorzugen.
Aufwärmen kann zur Verletzungsprophylaxe beitragen und ist im Sinne der Vorbeugung von Verletzungen das Mittel der Wahl. Dehnungen können ergänzend gemacht werden.

This entry was posted in Tipps, Uncategorized and tagged , , . Bookmark the permalink.

Leave a reply