Muskelfaserverteilung und Ihre Bedeutung für das Schlagzeugspiel

MIA_5366_ret_klein

Es gibt einen genetischen Faktor, der unsere Schnelligkeitsfähigkeiten  und unsere Ausdauerfähigkeiten beim Schlagzeugspiel mitbestimmt.

Dazu muss man wissen, dass sich unsere Muskulatur aus drei Fasertypen zusammensetzt.
a) die ST = Slow Twitch Fasern und b) die FT = Fast Twitch Fasern. c) der Intermediärtyp, der in seinen Eigenschaften sowohl FT als auch ST Eigenschaften vereint.

Die Verteilung dieser Fasern hat bereits einen erheblichen Einfluss auf unsere  Grundschnelligkeit. Die FT-Fasern zeichnen sich durch eine hohe Kontraktionsgeschwindigkeit aus, das heißt ein Schlagzeuger mit hohem Anteil von FT-Muskelfasern kann, rein physiologisch betrachtet, zum Beispiel wesentlich schneller Single Strokes ausführen als ein Schlagzeuger, der anteilig mehr ST-Fasern besitzt. Aber auch die ST-Fasern haben Vorzüge: Sie zeichnen sich durch eine hohe Ermüdungsresistenz aus, ermöglichen also ausdauerndes Spiel. Die Faserverteilung bestimmt somit auch das Talent für schnellauszuführende Bewegungen. Durch Training können wir eine Umwandlung unserer Muskelfasern in die eine oder andere Richtung erreichen. Es scheint so, dass sich gerade der intermediäre Typ durch Training tendenziell in die eine oder andere Richtung beeinflussen lässt. Allerdings liegen hierzu noch zu wenige wissenschaftliche Untersuchungen vor. Zur Zeit kann davon ausgegangen werden, dass eine Umwandlung der FT-Fasern in ST-Fasern leichter möglich ist als in die andere Richtung.

This entry was posted in Tipps and tagged , . Bookmark the permalink.

Leave a reply