Motorisches Lernen beim Schlagzeugspiel

MIA_5444_ret_klein

Mentales und motorisches Lernen:

„Ersteres ist vornehmlich auf die Aneignung von Wissen sowie geistigen Fähigkeiten und Fertigkeiten gerichtet, letzteres hat motorisches Können zum Ziel und Ergebnis. Mentales und motorisches Lernen sind eng miteinander verknüpft, bedingen und entwickeln sich wechselseitig.“ (Vgl. Meinl, Schnabel – Bewegungslehre, Sportmotorik, S. 147)

Schlussfolgerung für Euer Üben am Schlagzeug:
• Lernaktivität: Wenn Ihr eine Übung spielt ist es von Besonderer Bedeutung, dass Ihr diese bewusst, interessiert und konzentriert übt. Ein inneres „Beteiligtsein“ ist notwendig.
• Lernmotivation: Die Lernaktivität ist auch in hohem Maße von der Lernmotivation bestimmt. Ihr solltet mit einer positiven Einstellung an eine Übungsaufgabe herangehen.

Man unterscheidet 3 Phasen des Lernverlaufs, die hier stichwortartig erklärt und gekennzeichnet werden:

1.) Entwicklung der Grobkoordination:

• Hoher Konzentrationsaufwand
• Höherer Energieaufwand
• Grobe und meist fehlerhafte Gliederung des räumlich- zeitlichen Bewegungsablaufs
• Überflüssige Mitbewegungen

2.) Entwicklung der Feinkoordination

• Zunehmende Verbesserung des Bewegungsgefühls
• Geringerer Konzentrationsaufwand

3.) Stabilisierung der Feinkoordination und Ausprägung der variablen Verfügbarkeit

• Geringer Konzentrationsaufwand
• Optimale Koordination
• Minimaler Energieaufwand
• Stabilisation des Erlernten
• Geringe Störanfälligkeit (d.h. ihr lasst Euch nicht mehr aus dem erlernten Bewegungsablauf herausbringen – dies kennt ihr von Auftritten, wenn die Zusacheuer nicht im Takt mitklatschen)

Es ist erwiesen, dass sich bestimmte motorische Fähigkeiten zu bestimmten Zeitpunkten am besten erlernen lassen: Dieses Wissen sollte uns helfen, bestimmte Übungen, zu bestimmten Zeitpunkten zu intensivieren. Die Entwicklung des Menschen ist zwar individuell ausgeprägt (sowohl in Art und Intensität), jedoch gibt es motorische und geistige Entwicklungsstufen, die vom Grundsatz bei uns allen gleich verlaufen, und somit altersabhängig sind.

This entry was posted in Tipps and tagged , . Bookmark the permalink.

Leave a reply